meine Woche in Ostfriesland – das Resümee

so, ich bin seit heute Nacht 00:15 wieder zurück aus Ostfriesland. Ich war auf Dienstreise als Coach von der Firma aus in Ostfriesland, genauer gesagt in 26506 Norden. Am Sonntag mittag bin ich dann mit dem Meitwagen (darauf komm ich gleich noch) hoch gefahren und hatte natürlich die Geocaching-Ausrüstung inkl. T5 Kletterausrüstung dabei.
Ich war ja bisher noch nie an der Nordsee oder in Ostfriesland und war tierisch gespannt wie das „da oben“ so ist. Meine Teamkollegen hatten mich letzte Woche noch aufgezogen mit Sprüchen wie „da ist jeden Tag Freitag in der Kantine“ (zur Erklärung: bei uns in Saarbrücken gibts Freitags in der Kantine immer Fisch, und ich mag ja Fisch überhaupt nicht) 😉
Also hier mal mein kleines Resümme nach einer Woche in Ostfriesland:
fangen wir an mit dem Mietwagen, denn da hat der Verleiher (Sixt) entweder was gegen mich oder ich bin einfach nur ein Pechvogel, je nachdem wie mans nimmt. Erst stellten die mir in Saarbrücken vor die Firma ein A-Klasse von Mercedes mit 115 PS Benziner. Super. Bestellt war übrigens „BMW 1er, VW Golf, Peugeot 308“ laut Auswahl. Also in Saarbrücken bei Sixt vorbei gefahren, reklamiert und einen VW Golf VI Diesel bekommen (4 Türer). Mit dem Wagen war die Fahrt hoch nach Ostfriesland sehr angenehm, ich bin ja bei weitem bisher eher ein „Golf-Gegner“ gewesen, aber nachdem ich jetzt die lange Strecke richtig gemütlich mit dem Wagen gefahren bin würd mir so n Golf schon gefallen, muss ich doch irgendwie zugeben 😉 Angenehmes Fahrgefühl, ausreichend Platz, bequem, sparsam (laut GPS Track 633 km gefahren und laut Tankstellenrechnung hab ich 42,06 Liter Diesel verfahren.
So, somit bin ich jetzt ja in Ostfriesland angekommen und konnte mir die Gegend mal näher anschauen. Als erste fiel mir auf, dass es da oben total flach ist, da ist ja gar nix mit Bergen, nicht mal Hügel 😉 Dementsprechend fährt da oben fast jeder mitm Fahrrad, ganz praktisch. Die ganzen vielen kleinen Backsteinhäuser sehen auch irgendwie niedlich aus, hat mir auch sehr gut gefallen, und die Leute da oben sind alle sehr nett und freundlich, also da hab ich überhaupt nix zu meckern 😉
An Essen gab es auch was für mich, da gibts eben nicht nur Fisch, so hab ich mich je nach Lust und Laune von Burger King, McDonalds (wegen dem WLAN Hotspot zum surfen und loggen der Caches) oder halt von Pizza in der Pizzeria ernährt und hatte hier also auch nix auszusetzen.
So ging es dann morgens erst mal um halb 7 per Taxi ins Büro an die alte Radiostation (da ist zwar ein Mystery-Cache gelistet mit Fragen direkt an der Zufahrt zu lösen, aber ich bin entweder zu blöd diese ostfriesische Fragestellung korrekt zu verstehen, oder es ist wirklich etwas verwirrend geschrieben) und mittags um 14 Uhr war dann Feierabend. Da ging es dann erst mal zurück nach Norden und ich hab mir mal die Gegend angesehen. Hab verschiedene Geocaches gesucht, bei manchen mehrere Anläufe gebraucht (da oben wird etwas anders versteckt als ich es hier bei uns kenne) aber war meist erfolgreich.
Dienstags bin ich dann per Bahn noch nach Norddecih gefahren an die Nordsee und spontan mit der Fähre nach Norderney rüber. Auf der Überfahrt hab ich dann auch meinen ersten Seehund live und in Farbe gesehen, leider war ich nicht schnell genug mit der Kamera für ein schönes Foto, hab nur ein total unscharfes Bild erhaschen können 🙁
In Norderney angekommen musste ich natürlich auch auf der Insel noch einen Geocache suchen 😉
Dann ging es wieder zurück und ich hab die restlichen Tage nachmittags ins Norden verbracht und gewartet bis ich Freitags endlich wieder n Mietwagen für die Heimreise bekomme, damit ich zusammen mit dobine (die Donnerstags abends per Bahn mit einer langen 12 Stunden Bahnfahrt nach Ostfriesland kam) mich auf die Heimreise zurück ins Saarland begeben kann, natürlich nicht ohne vorher noch mindestens einen T5er Klettercache da oben zu machen.
Nun kommen wir also zu dem Teil, der mich an dieser Woche am meisten geärgert und aufgeregt hat, dem Mietwagen für die Heimfahrt. Der nette Herr von Sixt hatte mich am Montag morgen noch gefragt was ich denn gern als Auto möchte für die Heimreise und ich hab ihm gesagt es ist mir grundsätzlich egal, jauptsache es ist ein Diesel weil ich knapp 700 km Heimweg habe und keine Lust habe mehrfach unterwegs zu tanken. Na drei Mal dürft ihr raten was mir Sixt Aurich vor die TÜr gestellt hat. Tadaa, eine Mercedes Benz B-Klasse, B 180 Blue Efficiency BENZINER. Super. Das Mistding hat gerade mal 115PS, ist ein Benziner und sieht nicht nur Scheisse aus, man sitzt auch so drin. Man kommt sich vor wie in nem LKW, das Lenkrad ist haptisch eine Katastrophe in meinen Augen (bzw. Händen :D), die Kiste zieht net wirklich und von wegen Spritverbrauch 6,2l laut Mercedes Benz Homepage. Für die gesamte Strecke bis nach Hause (wegen kleinem Umweg für die Caches dann insgesamt 706km diesmal) durfte ich einmal zwischendurch tanken und dann heut morgen bei der Rückgabe, sodass ich schlappe 63,78 liter verballert habe. Da freut sich der Tankwart. Ich glaub ich weiß jetzt auch warum der öde Bordcomputer bei der B-Klasse im Gegensatz zum Golf mir nicht anzeigt wie der aktuelle Spritverbauch ist, da bekommt man nämlich Tränen in die Augen. Also von dem Wagen bin ich alles andere als begeistert und ich würd diese Gurke nicht mal geschenkt haben wollen. Und sowas für eine Premum-Marke….pah. Kostet mal locker 10.000€ mehr als der Golf, der jedoch wesentlich bequemer, sparsamer, angenehmer zu fahren und vor allem schöner ist. Also da bin ich schwer enttäuscht von dem Wagen.
Auf jeden Fall waren wir dann noch 2 T5er in Ostfriesland machen, jeweils ein Baum (Berge gibts da ja nicht für Abseilcaches :D) und haben uns dann auf die Heimreise zurück ins Saarland gemacht.
Nun hat es uns in Ostfriesland selbst also sehr gut gefallen, mal schauen ob wir bei besserem Wetter (war am Anfang der Woche extrem kalt und windig, bin ich ja gar nicht gewohnt) wieder für einen privaten Urlaub in die Gegend fahren.
Hier mal eben noch ein paar optische Eindrücke meiner Woche in Ostfriesland, mal ein paar Fotos schnell bearbeitet:
kleine Gasse in der Fußgängerzone mit Fußbodenbeleuchtung 😉

Windmühle 😉

auf der Überfahrt nach Norderney

im Hafen von Norderney

am Deich von Norddeich

und das Teemuseum in Norden

Ein Gedanke zu „meine Woche in Ostfriesland – das Resümee“

  1. Schade, dass hier sehr wenig von Ostfriesland berichtet wird. Für einen Internetzugang müsste man in unserem Haus nicht erst zu Mc Donalds fahren. W-LAN ist im Haus, man hat eine komfortable Wohnung zur Verfügung in einem Haus, in dem ein 4-Sterne-Standard gelebt wird, sodass auch Geschäftsreisen recht angenehm sind. Für die Freizeit gibt es in und um Norden-Norddeich herum so viel zu sehen, dass man in nur einer Woche wirklich keine Langeweile haben muss. Nicht nur die alte Radiostation ist in Norden beherbergt, in Norddeich ist die Seehundaufzuchtstation genauso beliebt wie das Waloseum in Ostermarsch, das Auto- und Spielzeugmuseum; das Teemuseum Norden geht bei seinen Ausführungen stets auf die Herkunft der Besucher ein und ist daher aus meinen Augen sogar kulturell hochwertiger als das Ostfriesische Teemuseum gleich daneben. Ostfriesland wartet mit einer großen Anzahl Windmühlen aus alter Zeit auf, ebenso natürlich mit den modernen Windparks, bei Aurich bietet Kletterkünstlern der Kletterwald eine tolle Gelegenheit. So gibt es noch wirklich viel zu berichten. Bei einem privaten Besuch Ostfrieslands kann man daher locker 14 Tage einplanen, um nebenher auch noch relaxen zu können. Für den Spaßfaktor sorgt u. a. ein privater Wattführer, wenn man es nicht mag, in der großen Gruppe zu laufen, eine Wattwanderung nach Norderney oder Baltrum, Boßeln und Strukbessemsschmieten, das Absolvieren des Ostfriesenseminars.

    Norden-Norddeich heißt seine Gäste – ob Urlaub oder beruflich – stets herzlich willkommen!

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