Update zur Standortoptimierung

Ich mag ja allgemein keine Montage wenn ich arbeiten muss, aber dieser Montag hier war besonders „klasse“.
Es wird von Tag zu Tag schlimmer mit den Hiobs-Botschaften zu unserem Standort und die Konzernführung macht sich von Tag zu Tag unglaubwürdiger und lächerlicher gegenüber ihrem besten Kapital, nämlich uns Mitarbeitern.
Es ist ja nicht so, als wäre es jetzt das erste Mal, dass die Mitarbeiter über externe Medien erfahren müssen, dass ihr Arbeitsplatz wegrationalisiert werden soll, das Spielchen hatten wir bereits am Abend des 18. Januar 2006 beim ersten Kahlschlag der Standorte.
Damals schwor man uns auch, dass so etwas nicht noch einmal passieren solle, aber bei Managern scheint es so zu sein, wie bei Politikern: „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?!“
Nachdem wir also heute wieder keine genauen Details bekamen bzw. abgesehen von einer verharmlosenden Propagandamail von unserer Konzernleitung gar nichts hörten, häufen sich die News aus der Presse, hier mal ein kleines Update mit Artikeln:
heise.de:
Der Telekom-Chef forciert das Sparprogramm und ver.di: Umbau der Telekom-Call-Center wird Arbeitsplätze kosten
Golem:
Telekom will beim Kundendienst weiter abbauen
sol.de:
Saarbrücken: Telekom-Mitarbeiter bangen um ihren Job
WirtschaftsWoche: Telekom plant Umbau der Call-Center
manager-magazin.de: Neue Schrumpfkur
N24: Arbeitsplätze bei Telekom in Gefahr
das reicht mal fürs erste, würde bestimmt noch massig mehr geben, aber wenn ich noch weiter suche reg ich mich nur noch mehr über diese „AAA-Manager“ in unserer Führungsetage auf, das is nix für meinen Blutdruck 😉
Also muss ich jetzt wohl mal anfangen Bewerbungen zu schreiben oder an meiner Golf-Pro-Karriere zu arbeiten…..

|| Achso, einen hab ich noch 😉
Und zwar einen Auszug aus der Propagandamail zur Beruhigung der Mitarbeiter von Großmeister T. Berlemann: „Eine Expertengruppe hat viele Monate lang alle Möglichkeiten – aus Unternehmens- und aus Mitarbeitersicht – bis ins Detail durchgespielt und so ein Konzept entwickelt, das allen Anforderungen und Bedürfnissen bestmöglich Rechnung trägt.
LOL, ich lach mich schlapp, als ob die „Human Ressources“ da oben jemanden interessieren, abgesehen vom Kostenfaktor
„…dass bei der Umsetzung des neuen Konzeptes jedem Mitarbeiter ein gleichwertiger Arbeitsplatz angeboten wird! Und: Wir werden keine Arbeitsplätze ins Ausland verlagern.“

Aha, wenn man jetzt mal bedenkt, dass wenn wirklich wie derzeit befürchtet die Standorte in Rheinland-Pfalz und in Saarbrücken „modernisiert“ werden (so umschreibt man wohl heutzutage „dicht machen“, immerhin kündigt man auch nicht, man „verändert“ sich ja…Manager-Deutsch?), dann liegt für fast alle Saarbrücker Kollegen kein einziges CallCenter innerhalb der „Zumutbarkeitsgrenze“ von 2 Stunden Fahrtzeit für einen einfachen Weg zur Dauerarbeitsstätte (natürlich exkl. Umsteige- und Wartezeiten, also nur Fahrtzeiten). Da bin ich mal gespannt was da angeboten wird……jetzt muss ich wirklich aufhören bevor ich n Blutsturz bekomme….

Ein Gedanke zu „Update zur Standortoptimierung“

  1. Jaja, die Berlemann-Mail, haben wir sogar 2x heut bekommen, quasi als Entschädigung, dass sie einen Tag zu spät kam ;-)))
    Und die 22 Uhr Schicht – schrecklich … und ab 20:30 sage und schreibe 3 Anrufe – soviel zum Thema RANDZEITENOPTIMIERUNG … war wirklich gaaanz dringend notwendig :-((

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