Test der neuen Led Lenser M7R – verschleißfreies Ladesystem

[Trigami-Review]
Es gibt wieder was neues in meinem Taschenlampen-Sammelsurium, die neue Led Lenser M7R.

Und da werd ich das neue Spielzeug natürlich gleich genauer unter die Lupe nehmen und hab mich auch zu einer Neuauflage meines Taschenlampen-Shootouts auf meiner hauseigenen Taschenlampen-Teststrecke begeben 😉

Aber von Anfang an der Reihe nach.

Lieferumfang:

Geliefert wird die neue Led Lenser M7R in einem schnuckeligen kleinen Köfferchen, was mir als Peli-Case Fanatiker und Koffer-Fan natürlich schon mal richtig gut gefällt 😉
In diesem kleinen Köfferchen gibt es als Lieferumfang neben der Lampe an sich allerlei Zubehör:

– Netzteil 220V mit USB-Ausgang
– Ladekabel USB mit den Magnetkontakten
– Wandhalterung zur Montage an der Wand um die Lampe hängend zu laden (inkl. Befestigungsschrauben)
– Gürtelclip mit der Möglichkeit die Lampe in verschiedenen Winkeln zu befestigen

und natürlich die Bedienungsanleitung in Kurz- und Langfassung.

Verarbeitung:

Die Verarbeitung der Lampe ist 1A. Alles sauber gearbeitet, Gewinde für den Energievorrat lässt sich sauber und einfach drehen, die Magnetkontakte am Ende der Lampe (wo der Innere Kontakt gleichzeitig als Schalter dient) sind auch sauber gearbeitet.
Alles in allem hab ich hier keinerlei Kritikpunkte entdecken können.

Technik:

Wie die meisten höherwertigen Led Lenser Lampen besitzt die M7R auch das sogenannte Advanced Focus System, also die spezielle Linsenkonstruktion im Lampenkopf vor der LED. Hierdurch kann man den Lichtstrahl stufenlos nach Belieben fokussieren.

Die Lampe besitzt auch das neue sogenannte Fast-Lock Focus System, was folgendes bedeutet:
Viele kennen ja bereits die Focus-Funktionen von den Led Lenser Lampen, wie zum Beispiel der weit verbreiteten P7. Da kann man also durch vor und zurück schieben des Lampenkopfes den Lichtstrahl fokussieren.
Bei dem neuen Fast-Lock Focus System kann man das auch, aber man kann durch minimales Drehen des Lampenkopfes nach links diesen eben gewählten Focus „arretieren“ sozusagen. Ganz praktische Sache 😉

Nun naber zum absoluten Highlight der M7R, dem Ladesystem (Floating Charge System).
Um die M7R aufzuladen wird der Magnetkontakt des Ladekabels einfach auf das Ende der Lampe gesteckt. Das hält auch bei vertikaler Ladepostion astrein und sicher.


Durch die Verwendung des USB-Anschlusses am Ende des Ladekabels hat man auch die Möglichkeit die M7R nicht nur über das mitgelieferte 220V Netzteil aufzuladen, sondern auch über den USB-Anschluss des Computers, Laptops, Netbooks oder auch über einen 12V KFZ-Adapter für USB-Geräte (was ja in der iPod und iPhone Ära mittlerweile weit verbreitet ist).
Durch eine farbige LED am Magnetkontakt des Ladekabels wird auch optisch angezeigt wann die M7R vollständig geladen ist bzw. ob es ein Problem mit dem Aufladevorgang gibt.
Hier haben sich die Brüder von Zweibrüder Optoelectronics was richtig praktisches einfallen lassen finde ich. So kann ich nun nicht nur mein iPhone im Auto aufladen oder im Sommer die Kühlbox mit Strom versorgen, nun kann ich auch die Taschenlampe während der Fahrt aufladen, klasse 😉
Schluss mit zusätzlichen Ladegeräten, jetzt wird die Lampe direkt aufgeladen. Und dank der unverwüstlichen Ladekontakte kann auch kein Stecker abbrechen oder sonstiges.

Licht:

ja, die Lampe macht auch Licht, logisch. Also hier zur wichtigsten Disziplin des Tests der Lampe, der Lichttest.

Grundsätzlich kennt die M7R 2 sogenannte Energy Modes, den Constant Current und den Energy Saving.
Durch diese beiden verschiedenen Betriebsmodi hat man die Wahl die Lampe entweder im geregelten Konstantstrombetrieb zu betreiben oder im ungeregelten Betrieb. Die Wahl wird also dem Nutzer überlassen.

Des weiteren ist die M7R mit der sogenannten Smart Light Technology ausgestattet, das heißt also, dass man dank des neuen Microcontrollers über den einzigen Schalter der Lampe zwischen 3 Lichtprogrammen (Professional, Easy, Defense) und 8 Lichtfunktionen (Morsen, Boost, Power, Low Power, Dimmen, Blinklicht, SOS-Blinken und Defense-Strobe) wählen kann.

Durch diese verschiedenen Lichtprogramme und Lichtfunktionen ist die Lampe sowohl für die Hundesparzierer als auch für den Nachtcache-Suchenden Geocacher oder auch die beruflichen Nutzer (Sicherheitsdienste, Polizei, Bundespolizei [bei der letzten Verkehrskontrolle vor 3 Wochen hatte der nette Beamte der BuPo eine P7 am Gürtel, ist mir grad wieder so eingefallen. Und die Luxemburger Polizei hab ich auch schon mit dem Led Lenser Holster gesehen]) eine gute Wahl.

Aber nun erst mal genug Theorie über Licht, jetzt muss die Praxis folgen, sprich die Beamshots von meinem nächtlichen Sparziergang 😉

Ich hab eine Galerie zusammengestellt, wo ich insgesamt 11 verschiedene Taschenlampen gegeneinander antreten ließ. Die Belichtungseinstellungen der Spiegelreflex sind bei allen Fotos identisch, damit es auch fair zugeht (ISO 400, Blende F6.3, Belichtungszeit 4 Sekunden). Alle Lampen wurden mit frisch aufgeladenen Zellen bestückt, somit gleiche Chancen für alle.Ich habe im Abstand von 25m jeweils am Rand der Gleise einen Stab mit Reflektorfolie befestigt (25m rechts blau, 50m links blau, 75m rechts blau, 100m links grün).
Zum Abschluss hab ich in die Galerie mit den Beamshots noch ein Bonus-Foto eingebaut, ich bin ja mittlerweile ein richtiger Fan der LAPP-Fotografie und Langzeitbelichtungen. Wer mehr „Spielereien mit Licht“ sehen will findet auch in der Led Lenser Gallery und dem Led Lenser Forum Fotos, Tipps und Tricks.

Das Testfeld bei Tageslicht:

Der Versuchsaufbau:

Und hier natürlich die Galerie mit den Beamshots:  *KLICK*

Fazit:

Wie man sieht ist die Lampe mit dem neuartigen Ladeprinzip nicht nur optisch schön anzusehen und etwas für User mit dem Anspruch der Umwelt etwas gutes zu tun (Batterien sind ja sowas von out mittlerweile), sie hat sogar in der wichtigsten Kategorie bei einer Taschenlampe, der Leuchtkraft, ein sauberes Ergebnis abgeliefert.
Meine bisherige „Lieblingslampe“ bleibt zwar meine gemoddete Mag, aber als EDC-Lampe wird diese neue M7R meine bisherige Jetbeam Jet-III M wohl ablösen. Einfach weil sie ne Menge Licht macht, das coole neue Ladesystem hat und somit auch unterwegs geladen werden kann und ich mich so langsam mit dem Speed Focus System mit Fast Lock richtig gut angefreundet habe 😉

Zum Abschluss noch die Infos direkt beim Hersteller über die M7-Reihe:

Led Lenser M7 (Batteriebetrieb mit 4xAAA)
Led Lenser M7R (das getestete Modell)
Led Lenser M7T (die taktische Ausführung für Sondereinheiten etc.; ebenfalls 4xAAA Batterien)

Led Lenser sind auch bei Facebook und Twitter zu finden.

9 Gedanken zu „Test der neuen Led Lenser M7R – verschleißfreies Ladesystem

  1. -jha- 21. September 2010 at 16:39

    Sind denn drinnen wenigsten LiIon-Zellen drin oder ist da immernoch NiMH-Steinzeit angesagt?

    • dob 21. September 2010 at 16:44

      LiIon ist drin, ist eine 18650er Zelle, von der Färbung her würd ich fast wetten, dass die aus dem gleichen Werk kommen wie die blauen TrustFire die ich von Dealextreme hab, gleiches Blau, nur dass halt LED LENSER drauf steht.

  2. -jha- 21. September 2010 at 18:20

    Die Beamshots sind ja wirklich desillusionirend… Dass sie nicht so ganz auf der Höhe der Zeit hinsichtlich der verbauten LED ist, das war klar. Aber das da selbst fokussiert so wenig rauskommt, das ist doch schade.

    Naja, als Nachtwächter-Taschenlampe für „Ladehalterung neben der Tür“ immernoch eine gute Wahl. Aber das war’s dan auch. Warten wir mal ab, ob die jemand sinnvoll umgebaut bekommt.

    • dob 21. September 2010 at 19:02

      hmm, also ich finde die Leistung schon gut, unfokussiert ist die Reichweite nicht so der Hit gegenüber den Throwern (Mag 1D und Romisen), aber fokussiert geht der Lichtstrahl doch schon eine beachtliche Strecke, nur ohne so viel im Nahbereich auszuleuchten wie die anderen Lampen.

  3. derGunnar 21. September 2010 at 21:18

    Hallo
    Wie kann man denn als Anfänger denn da durchblicken?
    Ich lese was von unterschiedlichen Leuchtweiten. Gemoddeten Lampen usw.

    Das ist schwierig zu verstehen. ich möchte doch einfach nur Nachtcaches machen.

    Vielen Dank

  4. -jha- 21. September 2010 at 21:34

    BTW: Zahlt eigentlich Trigami nur, wenn im Blogpost bestimmte Marketing-Buzwords (ich wiederhole sie hier jetzt nicht) genannt werden?

  5. chaos 22. September 2010 at 7:47

    Led Lenser M7 (Batteriebetrieb mit 4xAA)
    Led Lenser M7R (das getestete Modell)
    Led Lenser M7T (die taktische Ausführung für Sondereinheiten etc.; ebenfalls 4xAA Batterien)

    stimmt so leider nicht, es sind 4*AAA , was ich als echten nachteil ansehe. ansonsten sind es aber nette lampen.

  6. Alexander 16. November 2013 at 16:12

    Toller Test, ich will mir eh grad ne Neue zulegen. So ein kleines vorgezogenes Weihnachtsgeschenk darf schon mal sein. Toller Artikel wenn auch schon ein paar Tage älter

Schreibe einen Kommentar

Name *
E-Mail *
Website